Wolfram
Hilland
HILFE UND FÖRDERUNG BEI
SCHULISCHEN PROBLEMEN
Lese-Rechtschreibschwäche (Legasthenie) LRS
Rechenschwäche
(Dyskalkulie)
Aufmerksamkeitsdefizite ADS ADHS Hyperaktivität
Konzentrationsprobleme
Schulische
Probleme und Lernschwierigkeiten basieren oft auf Wahrnehmungsstörungen
Fortwährend nehmen
wir uns selbst und unsere Umwelt – bewusst und unbewusst – durch
unsere Sinne wahr.
Wir sehen, hören, tasten, riechen und schmecken; fühlen Berührungen,
Schmerzen und Temperaturunterschiede; nehmen Veränderungen in unserem Körper
wahr.
Funktioniert die Zusammenarbeit dieser Sinne nicht mehr, kann die Wechselbeziehung
zwischen uns und unserer Umwelt gestört werden. Diese Wahrnehmungsstörungen
formen uns dauerhaft und beeinflussen unsere gesamte Entwicklung.
Schulische Probleme und Lernschwierigkeiten, wie Lese-Rechtschreibschwäche,
Legasthenie Rechenschwäche Dyskalkulie, Aufmerksamkeitsdefizite ADS ADHS
Hyperaktivität und Konzentrationsprobleme können die Folge sein.
Wahrnehmungsentwicklung ist ein Lösungsweg, diesen schulischen Problemen
und Lernschwierigkeiten wirksam zu begegnen.
Sie wird im Zusammenspiel mit der Bewegungsentwicklung erreicht.
Das
Gehirn ist das Kontrollzentrum des Körpers
Die
Sinnenswahrnehmungen werden als Nervensignale vom Gehirn empfangen und in den
verschiedenen Hirnzentren, die sich auf der Großhirnrinde befinden, ausgewertet.
Als Beispiele sind auf der ersten Abbildung das Fühl-, das Bewegungs-,
das Seh- und das Hörzentrum farbig markiert.
Nach
dem Empfang der Signale entscheidet das Gehirn, welche Körperteile sich
bewegen sollen und sendet Nervenimpulse an die entsprechenden Muskeln.
Das
Fühl- und das Bewegungszentrum sind weiter unterteilt. Jeder Teilbereich
verarbeitet Informationen aus einem bestimmten Körperbereich.
Die Teilbereiche sind unterschiedlich groß. Kleine, aber sehr empfindliche
Gebiete, wie etwa die Hände und Finger oder der Mund und die Sprechwerkzeuge
verfügen über einen viel größeren Bereich des Fühl-
und des Bewegungszentrums als zum Beispiel der ganze Rumpf.
Bewegungen
als Schlüssel zum Erlernen des Rechnens, Lesens und Rechtschreibens
Im
Fühl- und im Bewegungszentrum des menschlichen Gehirns gibt es, wie auf
der zweiten Abbildung dargestellt, besonders viel Speicherkapazität für
die Hände und den Mund.
Bei der Kybernetischen Methode werden während des Rechnens, Lesens und
Schreibens mit den Händen und dem Mund Bewegungen eingeübt, wodurch
diese Kapazitäten zum Lernen genutzt werden.
So werden die Bewegungsgeschicklichkeit und die Wahrnehmung der Finger- und
Mundbewegungen entwickelt.
Das Ziel der Übungen:
Die Bewegungen der Finger und des Mundes bewusst zu steuern und so lernen zu
begreifen.
Mit
Hilfe der Kybernetischen Methode das Rechnen, Lesen und Rechtschreiben erlernen
Bei den Übungen
mit der Kybernetischen Methode werden präzise Fingerbewegungen beim Zählen,
Rechnen, Lesen oder Schreiben gleichzeitig mit deutlichen und genauen Mundbewegungen
beim Sprechen durchgeführt.
Bei dieser Vorgehensweise wird das Handeln zielgerichtet durch die Begleitung
der Sprache gesteuert.
Dadurch wird sehr wirkungsvoll die Wahrnehmungsentwicklung gefördert.
Das Erlernen des Rechnens,
Lesens und Schreibens wird erleichtert und die Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit
gestärkt.
Sag
es mir, und ich werde es vergessen.
Zeig
es mir, und ich werde mich erinnern.
Lass
es mich tun, und ich werde es verstehen.
Konfuzius
Chinesischer Philosoph, 551-479 v. Chr.
So werden mit der Vorgehensweise und den Übungen der Kybernetischen Methode
die Grundlagen der Kulturtechniken Rechnen, Lesen und Schreiben verinnerlicht
und begriffen.
Das ist in jedem Alter möglich.